Die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG is not amused!

Dem zumindest teuersten G7-Gipfel aller Zeiten im Juni 2015 entgegen.

1975 gründeten Valéry Giscard d’Estaing und Helmut Schmidt die „Gruppe der Sieben“, kurz G7. Damals kamen die Regierungschefs der sieben größten Wirtschaftsmächte der Welt zusammen, um gemeinsam erkannte Themen inhaltlich zu diskutieren. Nichts lag ihnen seinerzeit ferner als sich individuell national und international öffentlich selbst zu produzieren.

Heutzutage schwindet die wirtschaftliche Vormachtstellung der G7 angesichts des Aufstiegs von Schwellenländern wie China, Brasilien, Russland und Indien. Auch lässt sich hinterfragen, warum die G7 Entscheidungen von globaler Bedeutung trifft, wenn sie lediglich zehn Prozent der Weltbevölkerung vertritt.

Aus Sicht des Klimaschutzes gibt es zwei zentrale Gründe dafür, warum der G7 weiterhin von Bedeutung ist:

  • Einerseits hat keine andere Staaten-Gruppe den Klimawandel stärker befeuert.
  • Bis heute ist die G7 für 27 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Andererseits verfügt keine andere Gruppe über vergleichbar viel Innovationskraft und ist technologisch so hoch entwickelt wie die G7. Genau diese Innovationskraft und technologische Neuerungen sind weiterhin gefragt, um eine echte Energiewende voranzutreiben, mit deren Hilfe sich die Klimakatastrophe abwenden lässt.

Letztendlich gelingen kann die Energiewende nur, wenn sie über privates Engagement und private Investitionen gestützt wird, da wie der G7 in Elmau gezeigt hat, die Staatengemeinschaft weiter auf hehre Ankündigungen für die Zukunft setzt, die globalen Interessen der Wirtschaft aber nicht zu steuern in der Lage ist.

Nur wenn immer weitere Kreise der Bevölkerungen ihre Verantwortung erkennen, sich ein auswirkender Druck auf politische Entscheidungsträger entwickelt, werden diese zu Taten übergehen.

In Reaktion auf den Klimagipfel vom 07.12.- 09.12.2009 in Kopenhagen hat die Energiegenossenschaft ein Dossier mit einem Arbeitsauftrag  verfasst, der heute noch genau so aktuell wie 2009 ist.

Mein damaliger Vorschlag einer „Konzertierten Klima- und Umweltaktion"* der Menschen gilt nach wie vor. Nur die konzentrierte, aktive Beteiligung der Bevölkerungsmehrheit sichert uns eine lebenswerte Zukunft. Wer den ersten Schritt nicht wagt, wird seinen Weg nicht finden.

Gerfried I. Bohlen

* Die hier abrufbaren Dokumente stammen aus dem Jahr 2010!

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